Status Quo Ski WM 2013
Mag. Hans Grogl
Wenn die Alpine Ski-Weltmeisterschaft 2013 in den letzten Wochen und Monaten in den Medien auftauchte, war der Anlass nicht immer ein positiver. Diskussionen ums Geld oder um architektonische Merkma le, bestimmten oft das Bild. Leider. Was dabei nämlich zu kurz kommt, ist die Realität – und die wird, obwohl ausgesprochen erfreulich, meist als selbstverständlich hingenommen.
Zur Erinnerung: Durch den WM-Zuschlag für Schladming kommen viele Millionen Euro in die Region, schon alleine durch den Ausbau der Trainingspisten in Haus und auf der Reiteralm sowie viele andere sportinfrastrukturelle Maßnahmen auf der Planai, unter anderem Verbreiterungen der Pisten FIS Damenabfahrt und FIS Herrenabfahrt, sowie Ausbauten der Straßenüberfahrten, Neubau eines Medienzentrums etc. Frisches Geld wohlgemerkt, das ohne WM in Schladming nie in der Region gelandet wäre. Klar ist auch, dass durch die Mittel (die größtenteils aus Töpfen des Landes Steiermark kommen) nachhaltig positive Effekte für die kommenden Jahrzehnte erzielt werden.
Dass diese Mittel in die Region fließen, kommt freilich nicht von ungefähr. Seit dem Tag des WM-Zuschlags für Schladming wird hinter den Kulissen fieberhaft gearbeitet – und das klarerweise in geordneten Bahnen, auch wenn sich Einige immer wieder darüber wundern, dass es noch kein offizielles WM-Organisationskomitee gibt.
Des Rätsels Lösung ist denkbar einfach: Das bestehende OK des Nachtslaloms, das bekanntlich bestens eingespielt ist, nimmt bis auf weiteres die Aufgaben eines WM-OK wahr. Hans Grogl wurde am 25.06.2009 als OK-Chef vor Ort und damit als Direktor für Sport und Sportinfrastruktur vom Präsidenten des ÖSV, Prof. Peter Schröcksnadel (Gesamtleitung), bestellt.
Der Verantwortungsbereich von Hans Grogl betrifft die Koordination aller Abteilungen, die für die Durchführung einer WM funktionieren müssen. Weitere Organisationsstrukturen werden vom ÖSV gemeinsam mit dem WSV laut Anforderungen im Frühjahr 2010 in Angriff genommen. Dazu gibt es mit WM-Beirat und dem Bauausschuss (Vertreter von Sport, Bund, Land, Gemeinde, Planai-Hochwurzen-Bahnen und Tourismus), die bereits im Juli 2008 installiert wurden, noch zwei Gremien, die in alle Entscheidungen eingebunden sind. Dass die Spitzen von ÖSV und Schladminger WSV die Verantwortung für die Vorbereitung der Weltmeisterschaft tragen, liegt in der Natur der Sache. Schließlich besteht kein Zweifel daran, dass der ÖSV mit Schladming den WM-Zuschlag auch aufgrund seiner sportlichen Ausnahmestellung bekommen hat.
Binnen weniger Jahre ist es gelungen, aus dem alljährlichen Nachtslalom ein sportliches Event von Weltrang zu machen. Eine erfreuliche Neuigkeit am Schluss: Anders als noch in der WM-Bewerbung vorgesehen, können alle sportlichen Wettbewerbe der WM im großen Planai-Stadion abgewickelt werden. Die Pisten im Bereich Planai West werden nun als Einfahrpisten und für die Qualifikationsrennen genutzt. Daraus ergibt sich vor allem für den Tourismus ein äußerst positiver Aspekt, schließlich kann die 4-Berge-Schischaukel damit auch während der gesamten WM ungehindert genutzt werden.

