Kandidatur FIS Alpine Ski WM 2009

Ab nach Miami
Wenn sich in finsterer Nacht in aller Stille eine illustre Gesellschaft vor der Planai-Talstation zusammenrottet, dann steht Besonderes bevor: Am Sonntag gegen vier Uhr Früh formierte sich der größte Teil der Schladminger-WM-Delegation, um sich Richtung Miami zum alles entscheidenden FIS-Kongress aufzumachen...

Weltmeisterlicher Redemarathon und steirische Köstlichkeiten
Beim Gipfeltreffen der FIS im Hotel Intercontinental Miami galt es sich nahezu weltmeisterlich zu bemühen, das bedeutet für die Mannen um Hand Grogl, Charly Kahr und die Ski-Asse Hans und Bernhard Knauss und Michael Tritscher vor allem eines: Reden, reden und noch einmal reden. Mitten im Gewühl im riesigen Kongresszentrum unübersehbar, die Schladminger Delegation fesch im Steireranzug beziehungsweise im Dirndl. So fesch der Auftritt der Schladminger WM-Werber, so enorm war der Andrang der den ganzen Tag am Stand herrschte. Bei einem Glaserl steirischem Morillon aus dem Hause Polz und kulinarischen Gustostückerln vom Speckbrot bis zum Kürbiskerngugelhupf ging’s vor allem um eines, nämlich um die vielen Vorzüge der Schladminger Bewerbung – und die sorgten sogar bei der direkten Konkurrenz für Anerkennung und Respekt.

Die Entscheidung

Den Zuschlag erhielt beim FIS-Kongress in Miami in der Nacht von Donnerstag auf Freitag der französische Ort Val d‘Isere. Im entscheidenden zweiten Wahlgang erhielt Val d‘Isere acht Stimmen, Schladming vier und Vail/Beaver Creek drei. Garmisch schied bereits im ersten Wahlgang mit nur zwei Stimmen aus. Schladming musste sich im entscheidenden zweiten Wahlgang allerdings nur den Franzosen geschlagen geben, wobei acht Stimmen für Val d‘Isere, vier für Schladming und drei für Vail abgegeben wurden.